![]() |
| Von
Zweien die auszogen, um bei den deutschen Slalommeisterschaften mitzumachen
2008 von Ulf Unbehaun und Ralph Siegel. |
|
Bei dem ersten Wasserskicamp 2008 in Schweich-Issel fiel die Entscheidung. Ralph, wir müssen auf die deutschen Seniorenmeisterschaften nach Hann. Münden. Gleichgesinnte treffen, einen anderen Club kennenlernen und Wettkampf-Atmosphäre schnuppern. Viele Chancen durften wir uns nach einem Blick auf die letztjährigen Leinenlängen zwar nicht ausrechnen, aber dabei sein ist ja bekanntlich alles. Für uns Wettkampfahnungslose ist so eine Meisterschaft sogar noch spannender. Da steht man kurz vor seinem Start angespannt mit seinem Ski vor dem Steg und wird nach KX und PX Werten gefragt, von denen man natürlich keine Ahnung hat. Oder man stellt fest, dass alle anderen Läufer ihre eigene Hantel dabei haben. Dann gehts ganz schnell. Zuerst vergeht die Zeit nicht und dann wie im Telegramm: Neuer Club, neue Strecke. Wo sind die Pregates? Gefunden. Jetzt rausziehen zum berühmt berüchtigten Brückenpfeiler. Und reinziehen. Es läuft wie geschmiert. Kein Wunder denke ich mir. 18/55 sollte ich spielend schaffen. Dummerweise war das nur der Trainingslauf. Dann nimmt das Drama seinen Lauf. Viel zu früh rausgezogen. Ich verhungere links aussen und werde unerbittlich Richtung Bootsgasse gezogen. Irgendwie schaff ich die Gates aber alles ist verkorkst und der Pass eigentlich verloren. Verspätung an der Eins. Von West Coast Style kann jetzt keine Rede mehr sein. Ein wildes Hakenschlagen beginnt. Mit jeder Boje wird die Verspätung größer. An der Fünf bin ich mir sicher, dass meine letzte Stunde geschlagen hat. Aber irgendwie überlebe ich den Haken und werde zur Sechs katapultiert. Damit ich die noch bekomme ziehe ich den ganzen Weg bis zur Boje. Sehr schön zu sehen am folgenden Bild. Kurz vor der 6 mit flachem Ski... |
|
Ich
komme tatsächlich noch an die Boje und streife sie. Mit gefühlten 100
km/h schiesse ich an ihr vorbei. Jeder normale Mensch würde jetzt
loslassen aber direkt über mir auf der Brücke stehen 20 Zuschauer!
Welch Schmach. Also versuche ich die Physik zu überlisten und haue den Ski
herum. Ein Monsterschlappseil ist die Folge. Auf fünf Metern liegt die
Leine im Wasser bevor der Zug kommt. Und wie der kommt! Das Boot zieht mich
vornüber aus der Bindung raus. Mit einem doppelten Rittberger fliege ich
im hohen Bogen die letzten Meter auf die Exit-Gates zu und schlage direkt
hinter diesen ein. Mein Ski dümpelt nach wie vor hinter der Sechs...
Ergebnis: 6/55/18. |
|
![]() Den Trostpreis gab es am darauffolgenden Tag als ich die Bilder auf der Digitalkamera sichtete. Die Photographin Lilli Heyer hatte genau im richtigen Moment abgedrückt und ein spektakuläres Bild geschossen. |
|
Ralph
erging es nicht besser. Zuerst freuten wir uns noch beide über das tolle
Wetter und die phantastisch guten Wasserbedingungem. Dann stellte Ralph fest,
dass die Sonne direkt in der Kursachse aufging und die ersten Fahrer blenden
würde.Trotzdem schlug er sich wacker an dem Pfeiler vorbei. Hier sieht man Ralph mit einem komfortablen Vorsprung vor der 1. Vielleicht zu komfortabel. Er war die ganze Saison nur mit 16 und 14 Metern gefahren und die 18 Meter haben ihm wahrscheinlich mehr geschadet als genutzt. Nach der dritten Boje ereilte ihn das gleiche Schicksal wie mich. |
|
| Trotz des beschämenden
Ergebnisses war es für eine aufregende Veranstaltung. Wir sind wieder ein
wenig schlauer geworden und werden nächstes Jahr wieder mit dabei
sein. |
|
| 2008 Ulf Unbehaun & Ralph Siegel |
| | Home | |